Das Reden über die Sünden der Anderen

14.06.2016

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Spiritualität (Iḥsān)

Das Reden über die Sünden der Anderen

Frage: Über das Reden von Sünden anderer – Wenn jemand sagt: „Ich habe das auch mal gemacht, aber es ist das Falsche, also sei vorsichtig“, wird dies als das Aufdecken der eigenen Sünden betrachtet? Denn das Ziel ist es, den anderen davor zu bewahren, dasselbe zu tun.

Antwort: Ich hoffe, es geht dir gut. Die Grundlage ist, dass man nicht über die eigenen Sünden redet – egal ob vergangene oder gegenwärtige – es sei denn, es gibt einen triftigen Grund oder bestimmten Nutzen, der anders nicht erfüllt werden kann. Wenn man aus diesem Grund eine Sünde erwähnt, so wird dies einer Notwendigkeit gleichgesetzt.

Die Prinzipien der Notwendigkeit sind:

  1. Notwendigkeit kann Ausnahmen rechtfertigen.

  2. Ausnahmen sind durch die Grenzen der Notwendigkeit eingeschränkt – und durch die Religion geregelt, nicht durch Launen.

Und Allāh allein gibt Erfolg.

Schaikh Faraz Rabbani